Rommé Spielregeln

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Kartenausgabe:

Zu Beginn der Rommé-Party erhält jeder Spieler dreizehn Karten, die restlichen Spielkarten werden verdeckt auf den Vorratsstapel/Talon gelegt, die oberste Karte wird aufgedeckt und neben dem Talon als erste Karte des Ablagestapels platziert.

Der Spieler links vom Geber eröffnet nun das Spiel. Er kann entscheiden, ob er die aufgedeckte Karte nehmen will oder lieber eine neue Karte vom Vorratsstapel ziehen möchte. Egal, welche Variante er wählt, eine Karte seines Blattes muss er im Gegenzug offen neben den Vorratsstapel legen. (Anmerkung: Wenn der Spieler eine Karte vom Talon genommen hat, muss er seine Spielkarte auf der bereits offen liegenden ablegen.). Der nächste Spieler kann nun wählen, ob er die von seinem Vorgänger abgelegte Karte oder eine vom Stapel nimmt.

Punkten:

Hat ein Spieler Sätze oder Sequenzen (Kartenfiguren) in der Hand, deren Punktewert zusammengerecht bei mindestens 30 liegt, darf er das erste Mal ablegen, wobei sich jede Sequenz bzw. jeder Satz aus mindestens drei Spielkarten zusammensetzen muss. In späteren Zügen ist es auch möglich, einzelne Spielkarten an bereits bestehende Kartenfiguren (auch von Mitspielern) anzulegen. Erlaubt ist es auch, bereits bestehende Kartenfiguren zu verändern, sich hier und da eine Spielkarte zu nehmen und mit Karten aus dem eigenen Blatt neue Sätze oder Sequenzen zu bilden; in diesem Fall müssen die Sätze und Sequenzen aber immer erhalten bleiben (also mindestens aus drei Karten – gegebenenfalls in der richtigen Abfolge – bestehen), außerdem ist es nicht erlaubt, sich Spielkarten vom Tisch für sein Blatt zu nehmen und diese erst später auszuspielen.

Solange ein Spieler in weiterer Folge eine Karte bzw. mehrere Karten spielen kann, muss er keine vom Talon ziehen. Ist dieser übrigens aufgebraucht, dann dreht man den Ablagestapel um und verwendet diesen als neuen Talon/Vorratsstapel. Alternativ besteht auch die Möglichkeit, diesen vorher neu zu mischen.

Joker:

Bei den Jokern handelt es sich um Universalkarten; so können diese beim Auslegen jede beliebige Spielkarte zum Bilden von Kombinationen ersetzen. Dementsprechend erleichtern die Joker das Anlegen bzw. Ausspielen von Karten und sind deshalb auch sehr begehrt.
Jeder Spieler, der nun einen Joker ausspielt, muss erklären, für welche Karte dieser als Vertreter gilt: Dies ist vor allem dann wichtig, wenn z. B. Joker, Karo-Dame und Herz-Dame liegen und der Joker dementsprechend die Pik- oder Kreuz-Dame vertreten könnte. So kann ein Spieler, der eine Pik-Dame, den Joker zum Beispiel nicht in weiterer Folge austauschen, wenn der Spieler, der den Joker zunächst abgelegt hat, bestimmt hat, dass der Joker die Kreuz-Dame vertreten soll. Hat ein Spieler nun aber eine Kreuz-Dame, dann darf diese eingesetzt und der Joker genommen werden. Der geschickte Einsatz der Joker-Karten spielt bei Rommé also eine große Rolle, um schnell zum Sieg zu kommen.

Gewinnen:

Der Spieler, der zuerst alle seine Spielkarten abgelegt hat, ist der Gewinner. Die Karten, die die anderen Spieler noch in ihren Händen halten, werden als Verlustpunkte gezählt: Jeder Joker zählt dabei zwanzig Punkte, für die anderen gilt: Zwei 2, Drei 3, Vier 4, Fünf 5, Sechs 6, Sieben 7, Acht 8, Neun 9, Zehn 10, Bube 10, Dame 10, König 10, As 11. Man sollte also nicht unbedingt das Risiko eingehen, einen Joker länger in der Hand zu behalten. Wenn ein Spieler alle Karten auf einmal ablegen kann, dann gilt die sogenannte „Hand-Rommé-Regel“: Die Punkte der Spielkarten der übrigen Spieler werden doppelt gezählt.

Das Spiel endet, wenn ein Spieler die vorher festgelegte Punktesumme (z.B. 250) erreicht, der Gesamtgewinner ist derjenige, der die niedrigste Punktezahl hat; oder man vereinbart, beispielsweise zehn Runden zu spielen und dann aus der jeweiligen Gesamtpunktezahl der einzelnen Spieler den Gewinner zu ermitteln. Möglich ist es natürlich auch, von 0 Punkten auszugehen und dann nach jeder Runde die Punktewerte der einzelnen Spieler davon abzuziehen und wenn ein Spieler eine bestimmte Punktesumme (z.B. -250) erreicht, ist das Spiel beendet und der Spieler, der die wenigsten Minuspunkte hat, gewinnt.

(Bildquelle: by_uschi dreiucker_pixelio.de)

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