Dame

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Spielanleitung für Dame

An diesem Brettspiel können zwei Spieler teilnehmen; benötigt wird ein Schachbrett, auch die beim Schach verwendeten Bezeichnungen der Felder mit Zahlen und Buchstaben gelten für das Damespiel. Außerdem benötigt man zwölf schwarze und zwölf weiße Spielsteine; dabei handelt es sich um dieselben runden Steine wie für das bekannte Mühle-Spiel.

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Dame

Vorbereitung

Das Schachbrett sollte dann so zwischen den beiden Spielern platziert werden, dass jeder in der ersten Reihe links ein schwarzes Eckfeld vor sich hat. Nun muss jeder seine Spielsteine auf die schwarzen Felder des Schachbrettes in den ersten drei jeweils ihm zugekehrten Reihen setzen. So befinden sich in jeder dieser Reihen vier Spielsteine. Die Spieler versuchen ihre Spielsteine so über das Brett zu bewegen, dass sämtliche Steine des Gegners geschlagen oder bewegungsunfähig gemacht werden. Es geht also darum, alle Spielsteine des Gegners wegzunehmen oder diese zu blockieren.

Ziel des Spiels

DameEs gewinnt derjenige, der es schafft, dass sein Gegenspieler mit keinem seiner Spielsteine mehr ziehen kann.Um dieses Ziel zu erreichen, können die Spielsteine abwechselnd um einen Zug vorwärts bewegt werden: Allerdings darf man seine Steine nur diagonal nach vorne bewegen – also von einem schwarzen Feld auf das im Eck angrenzende nächste schwarze Spielfeld. Die weißen Felder dürfen nicht bespielt werden, auch Rückwärtsbewegungen sind nicht erlaubt (Ausnahme: „Dame“ – siehe weiter unten). Man kann die Steine seines Spielgegners dementsprechend auch nur diagonal schlagen. Dabei muss der schlagende Spielstein den zu schlagenden überspringen – man muss den Spielstein also über den anderen hinweg auf ein freies Feld bewegen können. Auf diese Weise geschlagene Steine nimmt man aus dem Spiel. Ist von dem Zielfeld, nach dem Wegnehmen eines Steines, aus ein weiteres Schlagen eines gegnerischen Steines möglich, kann bzw. muss dies innerhalb des gleichen Zuges durchgeführt werden. Dies ist so oft möglich, wie die gegnerische Aufstellung und eigene Position es erlaubt. Gerade diese Serien des Überspringens von gegnerischen Steinen, können zu einem schnellen Sieg führen und machen für Fortgeschrittene einen großen Reiz aus. Besonders eindrucksvoll ist es, wenn man durch solch eine Serie, direkt zur letzten Reihe des Gegners durchdringt und eine Dame erhält.

„Dame“

Wenn ein Spielstein der eigenen Partei an ein Spielfeld der gegnerischen Randreihe gelangt, gilt er vom nächsten Spielzug an als „Dame“; dabei ist es nicht von Bedeutung, ob er dort einfach sich vorwärts bewegend oder schlagend ankommt. In weiterer Folge wird er mit einem zweiten, ausgeschiedenen Stein (meist der gegnerischen Spielfarbe) „gedoppelt“, um den Spielstein so deutlich als Dame zu markieren. Das Besondere an der „Dame“ ist, dass sie sich vor- und rückwärts bewegen darf und zwar in der gewählten diagonalen Richtung beliebig weit. Das bedeutet, dass sie von ihrem Standort aus über zwei sich kreuzende Diagonalen sozusagen herrscht und daher jeden Spielstein schlagen muss, der sich auf ein Spielfeld in diesen Diagonalen befindet; natürlich unter der Voraussetzung, dass von der Dame aus gesehen mindestens ein Spielfeld hinter ihm frei ist. Allerdings muss sich die Dame nach dem Spielzug, mit dem sie einen Stein geschlagen hat, nicht hinter dem Feld des betreffenden Steines platzieren, sondern sie darf sich noch beliebig weiterbewegen, vorausgesetzt es sind noch weitere freie Spielfelder in dieser Diagonale vorhanden. Steine der eigenen Partei dürfen mit der Dame nicht übersprungen werden.

Wichtige Zusatzregeln

Wer einen Spielstein berührt, der muss – wie beim Schachspiel – mit diesem einen Spielzug ausführen – außer er kündigt vorher ausdrücklich an, dass er den Spielstein zurechtrücken möchte.

Besteht die Möglichkeit, eine Dame oder einen Stein bzw. auch mehrere hintereinander zu schlagen, muss diese genützt werden. Wenn das jemand nicht tut, dann darf der Gegner den entsprechenden Spielstein einfach vom Spielbrett nehmen. Dies nennt man „blasen“. Allerdings gilt das Blasen nicht als Spielzug, es muss dementsprechend auch dann geschlagen werden, wenn der schlagende Spielstein dadurch selbst ihn eine für ihn gefährliche Position am Spielfeld gerät. Allerdings muss das Recht des Blasens nicht in Anspruch genommen werden; so kann der betreffende Spieler von der gegnerischen Partei auch verlangen, den falschen Spielzug zurückzusetzen und stattdessen den richtigen zu machen. Wenn am Ende des Spieles einer der Gegner drei Damen hat, der andere eine, die auf der Diagonale a1 bis h8 steht, wird die Partie als unentschieden („remis“) abgebrochen, außer der Besitzer der drei Damen ist in der Lage, die Einzeldame beim nächsten Spielzug zu schlagen.

Tipp: Besonders gegen Ende einer Partie sollte man auf der Hut sein, wenn man seine Spielsteine am Rand des Spielbretts platziert: Dort kann man diese weniger gut bewegen als in der Mitte des Feldes und so leichter in eine Falle des Spielgegners geraten.

Hintergrund

Schon im 17. Jahrhundert gab es belegte Spielregeln für das Damespiel; so wird es sogar im „Don Quijote“ von Cervantes erwähnt: Dabei zitiert der Autor die alte spanische Romanze von Don Gaiferos, der über dem Damespiel seine eigene Herzensdame vergisst. Außerdem vermutet man, dass das Spiel bereits seit dem 12. Jahrhundert in Europa verbreitet ist, so wird vermutet, dass es aus einem sehr viel älteren Spiel – Alquerque – hervorgegangen ist, denn Wurzeln bis ins alte Ägypten reichen; schriftliche Belege gibt es jedoch erst im 17. Jahrhundert.

Weitere Varianten

Deutsche Dame: Bei dieser Variante erhält jeder Spieler jeweils 16 (weiße bzw. schwarze) Spielsteine, um diese auf die 2 x 8 schwarzen und weißen Felder der ersten und zweiten Reihe zu platzieren.
Nun gilt zusätzlich bzw. abweichend zu den Standardregeln des Damespiels Folgendes:
– Auch hier dürfen die Spielsteine nicht rückwärts gezogen werden, allerdings darf man diese geradeaus und seitwärts bewegen, natürlich auch diagonal: Das bedeutet, dass zum Beispiel ein auf b2 platzierter Spielstein auf a3, a4, b4, c4, d4 und d3 gezogen werden darf
– Wie bei den Grundregeln muss man beim Schlagen den gegnerischen Spielstein überspringen, ebenfalls ohne sich dabei rückwärts zu bewegen; dabei darf eine Dame zwar beliebig vorwärts und rückwärts gezogen werden, jedoch nur nach demselben System der anderen Spielsteine: Das bedeutet also, dass es der deutschen Dame nicht erlaubt ist, bei einem Spielzug mehrere Spielfelder hinter sich zu lassen
– Auch hier muss geschlagen werden, wenn es die Möglichkeit dazu gibt, wobei eigene Spielsteine nicht übersprungen werden dürfen. Gibt es für einen Spieler mehrere Möglichkeiten (z. B. sowohl mit der Dame als auch mit einfachen Steinen), gegnerische Spielsteine vom Feld zu beseitigen, dann kann er eine beliebige wählen: Man muss sich nicht für den Schlagzug mit der Dame entscheiden

Polnische Dame: Die „Polnische Dame“ wird auch „Französische Dame“ genannt. Im Prinzip gleichen die Regeln denen des normalen Damespiels.
Es gibt jedoch folgende Abweichung:
– Man darf seine normalen Spielsteine bei Zügen, mit denen man keinen Spielstein schlagen kann, wie gewohnt nur vorwärts (diagonal) bewegen. Kann man jedoch schlagen, dann darf man mit allen Spielsteinen – nicht nur mit der Dame – sowohl vor- als auch rückwärts ziehen.

Schlagdame (Verkehrte Dame):
Bei dieser Variante gelten die Grundregeln für das Damespiel. Ziel ist es jedoch, sich dem Gegner gegenüber so zu verhalten, dass man ihm sozusagen „in die Hand“ spielt, man seine Spielsteine also möglichst so platziert, dass diese vom Gegner geschlagen werden: Es gewinnt nämlich derjenige, der als Erster keinen Spielstein mehr am Spielbrett hat – daher die Bezeichnung: „Verkehrte Dame“.

Krieg
Für diese Variante benötigt man je 12 schwarze und weiße Spielsteine, die man den Grundregeln der „Dame“ folgend jeweils in den ersten drei Spielreihen auf den schwarzen Feldern platziert. Das Besondere hier ist, dass man mit seinen Spielsteinen nur ziehen und nicht schlagen darf – außerdem dürfen die Steine nur vorwärts (diagonal) auf die schwarzen Felder bewegt werden.
Es geht nun darum, einzelne oder auch mehrere Spielsteine des Gegners so einzuschließen bzw. sozusagen „einzumauern“, dass der Gegner mit ihnen keinen Zug mehr machen kann. Ein „eingemauerter“ Stein darf nur dann vom Spielbrett genommen werden, wenn er keine Verbindungen mehr zu anderen Steinen seiner Farbe hat, das heißt, wenn ringsum lauter Steine des Gegners platziert sind und ihm zum Beispiel nur noch der Rand des Spielfeldes Rückendeckung bietet. Wenn ein eingeschlossener und bewegungsunfähiger Spielstein jedoch noch an mindestens einer Seite an einen Stein der eigenen Farbe grenzt, dann ist er noch nicht „tot“. Gewonnen hat derjenige, der als Erstes alle Steine des Gegners eingemauert bzw. vom Spielfeld genommen hat.

Wolf und Schafe
Diese Dame-Variante wird auf den schwarzen Feldern des Spielbretts gespielt, wobei sich – wie bei allen übrigen Varianten – zwei Spieler beteiligen können. Einer der Spieler ist der „Wolf“ und erhält dazu einen schwarzen Spielstein, während der andere die Schafe bekommt: Das sind vier weiße Steine.
Die Schafe werden auf den vier schwarzen Spielfeldern der ersten Reihe vor dem „Schafspieler“ platziert. Der Wolf darf auf ein beliebiges schwarzes Feld – zwischen der ersten und dritten Reihe – vor dem „Wolfspieler“ gesetzt werden.

Der Wolf darf sich nun sowohl vorwärts als auch rückwärts über das Spielfeld bewegen, während die Schafe nur vorwärts ziehen dürfen; für beide gilt jedoch die diagonale Zugrichtung. Beide Spielparteien dürfen nur ein Feld weiter ziehen, wenn sie an der Reihe sind. Sprünge über einen Spielstein sind dabei nicht erlaubt.

Der erste Zug wird von einem Schaf gemacht. Das Ziel der Schafe ist es, den Wolf so einzuschließen, dass er sich nicht mehr bewegen kann. Für die Schafe ist es daher am besten, wenn sie geschlossen – also in einer Reihe – vorgehen, um den Wolf „einzumauern“. Wenn es dem Wolf jedoch gelingt, die Kette/Reihe der Schafe zu durchbrechen, dann hat er gewonnen: Die Schafe sind dann ja nicht mehr in der Lage, ihm zu folgen – da ihnen Rückwärtsbewegungen nicht erlaubt sind.

Hinweis: Diese Variante eignet sich vor allem für Kinder als Vorstufe für schwierigere Brettspielarten, da die Kombinationsmöglichkeiten begrenzt und überschaubar sind.

(Bildquelle: by_birgitH_pixelio.de)

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