Spielablauf von Kniffel

Die folgende Spielanleitung und Kniffel Spielregeln dienen dem Kennenlernen und soll einen kurzen Überblick über das Würfelspiel verschaffen. Vielleicht verleitet es den Einen oder Anderen sogar zum Spielen.

Kniffel Regeln

Zu Beginn wird der Startspieler ermittelt. Dazu würfelt jeder Spieler reihum einmal und der Teilnehmer mit dem höchsten Wert darf das erste Spiel eröffnen. Hat man sich dazu entschieden, mehrere Spiele hintereinander zu spielen, wechselt der Startspieler reihum im Uhrzeigersinn – man sollte sich dann aber auf eine fixe Spielbegrenzung vor Beginn einigen, damit es später zu keinen Unstimmigkeiten kommt (es wird die „Anzahl der Mitspieler = die Anzahl der Spiele“ empfohlen).


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Kniffel – Würfelspiel für Jung und Alt

Kniffel ist eines der bekanntesten Spiele und erinnert ein wenig an Würfelpoker. Die Regeln sind einfach und können beliebig variiert werden – knifflige Situationen sind garantiert.
Grundsätzlich können beliebig viele Personen teilnehmen, es empfiehlt sich allerdings eine Begrenzung von 2 – 8 Spielern einzuhalten. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sich ein Endlosspiel daraus entwickelt und der Spaß auf der Strecke bleibt. Die Gewinnkarten bzw. die Spielzettel sind meist auch nur für maximal acht Spieler vorgedruckt.

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Grundlegendes zu Kniffel

Das empfohlene Mindestalter von 8 Jahren sollte berücksichtigt werden, da Kniffel den Teilnehmern auch einiges an Denkarbeit und Taktik abverlangt. Kleine Kinder werden schnell das Interesse verlieren und mangels Spielerfolg frustriert und zornig reagieren. Zockernaturen und Taktiker hingegen werden mit diesem Würfelspiel spannende und unterhaltsame Stunden erleben. Fortgeschrittene Spieler verändern auch häufig das Regelwerk und versuchen sich so an anderen Spielvarianten – ein Auszug aus den möglichen Abänderungen wird im Laufe dieses Textes noch vorgestellt. Dem Variantenreichtum und der Kreativität sind bezüglich neuer Regeln und dem kreieren neuer Spielsituationen keine Grenzen gesetzt. Aber auch hier gilt: zu zahlreiche Veränderungen können den Spielfluss und den Funfaktor von Kniffel beeinträchtigen.

Das Spielmaterial von Kniffel

Für Kniffel benötigt man 5 Würfel, einen Würfelbecher (man kann natürlich auch ohne Becher spielen oder alternativ ein Becher-ähnliches Gefäß benützen), einen vorgedruckten Kniffelblock (ein beschrifteter Zettel genügt auch) und einen Stift zum Eintragen der erzielten Würfelergebnisse.
Die Gewinnkarte ist beidseitig bedruckt. Auf der Vorderseite findet man oben ein Namensfeld. Im Anschluss daran folgt die so genannte „obere Tabelle“, die waagrecht von „Spiel 1“ bis „Spiel 6“ durchgehend nummeriert ist, und senkrecht die Spalten „nur Einsen zählen“ bis „nur Sechsen zählen“ vorgibt. Die Liste der Senkrechten Felder wird noch durch die Spalten „gesamt“, „Bonus bei 63 oder mehr“ und „gesamt oberer Teil“ ergänzt. Es folgt die „untere Tabelle“, die waagrecht der „oberen Tabelle“ gleicht und senkrecht Bezeichnungen für 6 Sonderwürfe, ein „Chancenfeld“ und 3 Abrechnungsfelder enthält. Die Rückseite dient der eigenen Punktezählung und, als Kontrolle, der Punktezählung der anderen Spieler.

Spielvorbereitungen zu Kniffel

Zu Spielbeginn von Kniffel wird an jeden Teilnehmer eine Gewinnkarte verteilt. Dort werden zunächst auf der Vorderseite der eigene Name und auf der Rückseite in den entsprechenden Feldern die Namen aller Mitspieler eingetragen. Die 5 Würfel und der Würfelbecher werden bereitgestellt und ein Spielleiter wird bestimmt. Dieser überwacht den korrekten Spielablauf von Kniffel und überprüft die Eintragungen der anderen Teilnehmer im Laufe des Spieles. Damit die Bürde der Spielleitung nicht nur auf den Schultern einer einzelnen Person lastet, sollte diese Funktion nach dem Ende eines [intlink id=“534″ type=“page“]Spieles[/intlink] immer auf die nächste Person zur Linken übertragen werden.
Ein angenehmer Vorteil von Kniffel ist, dass es kaum Platz beansprucht und so fast überall gespielt werden kann. Einziges Kriterium ist das Vorhandensein einer glatten Unterfläche, die einen korrekten Würfelwurf ermöglicht – man kann aber auch als Notlösung beispielsweise einen Untersetzer oder einen Bierdeckel, auf dem der Becher samt Würfel platziert werden kann, verwenden.

Kniffel ist ein Runden basiertes Spiel. Pro Runde kommt jede Person einmal zum Zug und darf sein Glück an den Würfeln versuchen. Das ganze erfolgt üblicherweise im Uhrzeigersinn und in jeder Spielrunde stehen einem maximal 3 Würfe zu, um ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen. Der Spielleiter überwacht den ordnungsgemäßen Ablauf und stellt sicher, dass kein Spieler übergangen wird. Er überprüft auch die Anzahl der Würfe pro Person und ob diese Regel-konform ausgeführt werden.

Der Wurfablauf bei Kniffel

Kniffel RegelnDer erste Wurf erfolgt mit allen 5 Würfeln. Der Würfelbecher wird geschüttelt und für alle Teilnehmer sichtbar abgestellt. Nun kann der Spieler, der gerade am Zug ist, für sich entscheiden, wie viele der 5 Würfel er behalten möchte. Jene Würfel, die passen, legt er beiseite (diese müssen weiterhin für alle Spieler sichtbar sein). Die Würfel, die ihm nicht gefallen, können für den zweiten Wurf wieder verwendet werden, um so das Wurfergebnis zu verbessern. Dieser Vorgang kann bei Kniffel nach dem erfolgten zweiten Wurf ein weiteres Mal wiederholt werden. Aber spätestens nach dem dritten Wurf steht das Endergebnis fest und der Spieler muss dieses in seine Gewinnkarte eintragen.

Natürlich kann man bei Kniffel auch auf einen zweiten oder dritten Wurf verzichten, wenn ein gewünschtes Würfelbild bereits erzielt worden ist. Wenn aber das finale Wurfergebnis keine der geforderten Bedingungen von Kniffel abdeckt, wird in eine beliebige Zeile des Kniffelblockes eine 0 eingetragen. Man sagt dazu auch „ein Kästchen wird gestrichen“. Der aktive Spieler entscheidet allerdings selbst, welches Kästchen mit einer 0 versehen werden soll.

Die Punkte bei Kniffel

Die Punktevergabe – die „obere Tabelle“

Wie schon auf der vorangegangenen Seite kurz beschrieben, ist die Vorderseite der Gewinnkarte in eine obere und in eine untere Tabelle geteilt. In der oberen Hälfte sind die Felder für die gewürfelten Einsen, Zweien, Dreien, Vieren, Fünfen und Sechsen, plus das Bonusfeld „63 oder mehr“. Hat sich nun ein Teilnehmer auf ein Wurfergebnis festgelegt, bei dem er nur gleiche Zahlen zählen möchte, muss er diese, beispielsweise alle gewürfelten Fünfen – nehmen wir 3 Stück, addieren und das Ergebnis, hier 15, in das entsprechende Feld, hier „nur Fünfen zählen“, eintragen. Bei Kniffel kann aber jedes Kästchen nur einmal mit einem Würfelwert belegt werden, in diesem Beispiel wäre nun das Feld für Fünfen ausgefüllt und für weitere Eintragungen gesperrt. Um den Bonus von 35 Punkten bei Kniffel zu erhalten, muss die Summe der addierten Zahlen in der oberen Hälfte mindestens 63 ergeben. Die 35 Punkte werden dann im Bonusfeld gut geschrieben.

Die „untere Tabelle“ – Sonderwürfe bei Kniffel

Bei Kniffel gibt es auch eine Reihe an Sonderwürfe und ein Chancenfeld, welche die Punktezahl verbessern können. Diese werden in der „unteren Tabelle“ eingetragen.

Der erste Sonderwurf ist ein „Dreierpasch“. Dieser wird erreicht, wenn mindestens 3 Würfel die gleiche Zahl aufweisen. Dabei werden alle Würfelaugen zusammengezählt und das Endergebnis kann in dem Feld „Dreierpasch“ eingetragen werden. Ein Wurfbeispiel: 5,5,5,4,3 ergibt 22 Punkte!

Ein weiterer Spezialwurf bei Kniffel ist der „Viererpasch“. Diesen erhält man, wenn mindestens 4 gleiche Zahlen gewürfelt werden. Die Zählweise ist mit der des Dreierpasches identisch, alle Augen werden addiert und das Ergebnis wird im Kästchen „Viererpasch“ festgehalten.

Ein „Full-House“ erreicht man, indem 3 gleiche und 2 gleiche Zahlen gewürfelt werden, z.b. 3 Dreier und 2 Vierer. Dafür gibt es pauschal 25 Punkte, auch diese werden im dafür vorgesehenen Feld „Full-House“ notiert.

Zwei weitere Sonderwürfe sind die „Kleine Straße“ und die „Große Straße“: eine „Kleine Straße“ bedeutet 30 extra Punkte und ist eine Folge von 4 aufeinander folgenden Würfeln mit ansteigenden Zahlenwerten, der 5. Würfel kann eine beliebige Zahl beinhalten. Bei einer „Großen Straße“ beinhaltet die Folge alle 5 Würfel und man erhält 40 Punkte. Auch diese Zusatzpunkte werden auf der Kniffel Gewinnkarte in den Straßenkästchen eingetragen.

Wurfbeispiele

Kniffel spielen„Kleine Straße“ – 1,2,3,4,6 = 30 Punkte

„Große Straße“ – 2,3,4,5,6 = 40 Punkte

Die meisten Punkte liefert der namen gebende „Kniffel“. Ein „Kniffel“ besteht aus 5 gleichen Zahlen und hat einen Wert von 50 Punkten. Es ist zu gleich auch der letzte Sonderwurf des Spieles.

Das Feld Chance und weitere Kniffel

Bei Kniffel wird die untere Tabelle mit dem Feld „Chance“ komplettiert. Ein Spieler, der keines der erforderlichen Ergebnisse gewürfelt hat, kann, an Stelle einer 0, alle Würfelaugen addieren und den erhaltenen Wert als Zusatzpunkte in das Kästchen „Chance“ eintragen. Dies ist aber nur einmal möglich und sollte mit bedacht gewählt werden.

Sollte ein Teilnehmer während eines Spieles mehrere Kniffel würfeln, kann er ab dem zweiten Kniffel diese als Joker einsetzen oder gegen 50 Zusatzpunkte eintauschen. Ein Kniffel kann als Joker verwendet werden, wenn ein Spieler bereits einen Eintrag im Kniffelfeld und in dem entsprechenden Zahlenfeld (bei einem Viererkniffel das Feld „nur Vierer zählen“) gemacht hat. Nun kann man den Wurf in einen Sonderwurf umwandeln und die Punkte, nach den beschriebenen Regeln, in ein freies Sonderwurfkästchen eintragen.

Bei einem Viererkniffel ergibt das für einen Pasch 20 Punkte (5 x 4) und für das Full-House und die Straßenfelder 25, 30 oder 40 Punkte (die pauschalen Punktewerte). Sollte aber bei einem weiteren Kniffel, in unserem Beispiel 5 Vieren, das passende Zahlenfeld in der oberen Tabelle noch nicht belegt sein, erhält man 50 Zusatzpunkte. Diese werden auf der Rückseite der Gewinnkarte unter dem Namen des Spielers im Feld „plus 50 Punkte“ notiert. In dem freien Zahlenkästchen, hier „nur Vieren zählen“, wird der Wert der Würfelaugen, hier 20 Punkte (5 x 4), eingetragen. Sollten alle Sonderwürfe und das passende Zahlenfeld schon vergeben sein, muss bei einem erneuten Kniffel im oberen Teil ein Zahlenfeld gestrichen werden.

Das Spielende von Kniffel

Das Würfelspiel ist eines der Varianten reichsten Spiele. Neben lokalen Ausprägungen wird hier auch ein Auszug aus den bekanntesten Regeländerungen vorgestellt.

Eine Partie endet, sobald das letzte Feld des letzten Teilnehmers im letzten Spiel (die Anzahl der Spiele wird am Spielbeginn vereinbart) ausgefüllt wird. Nun werden die Punkte auf der Gewinnkarte zusammengezählt und auf der Rückseite des Zettels unter dem jeweiligen Namen eines Spielers eingetragen. Die Person, welche die meisten Punkte ergattern konnte (ja nicht die Boni für weitere Kniffel und „63 oder mehr“ vergessen), ist der Sieger. Der aktuelle Spielleiter überprüft die Endergebnisse auf deren Korrektheit und gibt die finalen Platzierungen bekannt.

Es bleibt jeder Spielrunde selbst überlassen, ob sie die einzelnen Spiel-Ergebnisse addiert und den Gesamt-Score zur Ermittlung des Gewinners heranzieht (Originalversion), oder für die Platzierungen nach jedem einzelnen Spiel Punkte nach einem fixen Punktesystem (z.B. 1. – 8 Punkte, 2.  – 7 Punkte, 6. – 6 Punkte, usw.) verteilt. Diese Punkte werden notiert und nach Spielende ergibt die Summe aller erhaltenen Punkte das Endergebnis eines Spielers. Der Vorteil des 2. Systems liegt darin, dass der über die ganze Spieldauer beständigste Spieler den Sieg erringen wird. Der Faktor Glück wird minimiert, da extrem gute Würfelergebnisse und die Boni nicht in die Endabrechnung mit einbezogen werden (ein Spieler kann durchaus überdurchschnittlich viele Kniffel würfeln und so seinen Gegnern keine Chance lassen!). Geschicktes Taktieren und ein guter Mix aus Risikobereitschaft und bedachtem Spiel werden zum Sieg führen.

Verschiedene Varianten von Kniffel

Wie schon erwähnt, gibt es wohl eine kaum zählbare Vielfalt an Regeländerungen für das Würfelspiel Kniffel. Diese können lokal gefärbte Prägungen annehmen, sie können Länder-spezifischer Natur, aber auch überregional bekannt sein. Auch die Namen bzw. Bezeichnungen für das Spiel sind von Ort zu Ort oder von Land zu Land unterschiedlich: die Österreicher kennen Kniffel beispielsweise unter dem Namen „Paschen“, anderen Ortes wird vielleicht der Originalname „Yahtzee“ verwendet.

Eine bekannte Regeländerung von Kniffel beinhaltet die so genannte „St. Galler Variante“, eher bekannt unter dem Namen „Voller Becher“. Hier dürfen die Würfe immer nur mit einem vollen Becher erfolgen: das bedeutet, dass der Spieler nach dem ersten Wurf, im Gegensatz zur Originalversion von Kniffel, keine Würfel beiseite legen darf. Wenn er mit dem Wurfergebnis unzufrieden ist, kann er erneut mit allen 5 Würfeln loslegen. Gleiches gilt nach dem zweiten Wurf. Nach dem dritten Wurf, wiederum mit allen 5 Würfeln, wird entweder ein Ergebnis oder eine 0 notiert. Dies kann natürlich schon nach den ersten beiden Würfen erfolgen.

Eine kroatische Variante verzichtet gänzlich auf die Sonderwürfe und das Chancenfeld. An deren Stelle treten die Felder „Maximum“ und „Minimum“. Dort werden eine möglichst hohe bzw. niedrige, gewürfelte Zahl eingetragen. Am Spielende wird das „Minimum“ vom „Maximum“ abgezogen und mit der Zahl aus „nur Einsen zählen“ multipliziert. Das Ergebnis dieser Rechnung beziffert den gewonnenen Punktebonus. Kniffel spielen hierbei keine Rolle und werden als „gleiche Zahlen“ gewertet.

Video zu Kniffel Extreme

(Bildquelle: by_BirgitH_pixelio.de)

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4.6/55 Bewertungen

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3 KOMMENTARE

  1. Ich finde Kniffel super und auch die Spielanleitung ist seht gut, Müßte eigentlich jeder begreifen, Ich habe allerdings meine Damen mit viel Geduld von Kniffel überzeugen müssen. Nun sind aber alle begeistert!!!!

    • Hallo,
      schauen Sie doch mal unter dreimal6.jimdo.com, ein erweiteretes kniffliges Spiel, demnächst auch in der Kartenvariante…

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