Spielertypen und Taktik bei Kniffel

Auf Grund der vielen spielbaren Varianten von Kniffel ist es von Vorteil, über mögliche Spielertypen und Taktiken Bescheid zu wissen. Ein kurzer geschichtlicher Überblick rundet diese Beschreibung ab.
Ähnlich wie bei Poker gibt es auch bei Kniffel unterschiedliche Spielertypen. Unerfahrene Spieler und Neueinsteiger tendieren eher zu einem „wild drauf los Würfeln“ und werden so zunächst nur wenige Erfolge bei Kniffel verbuchen können. Aber auch „alte Haudegen“ bzw. erfahrene Spieler unterscheiden sich in ihrer Spielweise: mutige und risikofreudige Charaktere werden in kniffligen Situationen eher zu einem zusätzlichen Wurf tendieren, als ein sicheres Ergebnis zu halten. Das kann zu höheren Punktezahlen führen, aber auch einige Streichergebnisse zur Folge haben. Konservative Spieler werden bei Kniffel in einer ähnlichen Situation die Spielrunde beenden und auf mögliche Extrapunkte verzichten. Dafür werden bei diesen Personen auch weniger 0-Runden zu Buche stehen.

Generell sollte sich aber jeder Spieler seine eigene Taktik für Kniffel zurechtlegen. Eine ausgewogene Mischung aus Risikobereitschaft und konservativen Spielverhalten führt in vielen Fällen zum Erfolg. Man sollte auch, um bei Kniffel bessere Ergebnisse erzielen zu können, einige Wahrscheinlichkeiten im Kopf haben: einem Spieler, der weiß, das seine Chancen auf eine Verbesserung bei 1 : 3 stehen, oder die Chance auf einen „perfekten Wurf“ bei der Variante „Scharfes Kniffel“ in etwa bei 1: 3000 liegt, fällt die Entscheidungsfindung um einiges leichter. Das so genannte „Bauchgefühl“ kommt zwar in einer Wahrscheinlichkeitsrechnung nicht zum Tragen, sollte aber, sei es nur der Spannung wegen, auch nicht immer ignoriert werden. Im Allgemeinen spielt das Wissen über Chancenverhältnisse und Wahrscheinlichkeiten bei Kniffel keine allzu gewichtige Rolle, bei einigen Spielvarianten kann es aber durchaus nützlich sein.


Geschichtlicher Überblick zu Kniffel

1956 wurde das heute bei uns unter dem Namen Kniffel bekannt gewordene Spiel Yahtzee von E. S. Lowe erfunden und vertrieben. Seine ursprünglichen Wurzeln dürfte das Würfelspiel aber in dem bereits 1881 patentierten Würfelpoker haben – diese beiden Spiele ähneln einander sehr und Begriffe wie Full-House oder Straße wurden von Lowe übernommen. 1973 übernahm Milton Bradley (besser bekannt unter dem Namen MB-Spiele) die E. S. Lowe Company – zu diesem Zeitpunkt ist Yahtzee bereits mehr als 40 Millionen mal verkauft worden. In Deutschland wird das Spiel unter dem Namen Kniffel von „Schmidt Spiele“ erst seit 1972 vertrieben. Mittlerweile ist auch eine Wort-Kniffel-Variante erhältlich. Diese orientiert sich an dem Spiel Scrabbel und wird mit 7 Würfeln gespielt, die mit Buchstaben an Stelle von Zahlen beschriftet sind. Auch das Internet bzw. diverse Onlinegames-Anbieter haben Kniffel für sich entdeckt. Sie bieten das Würfelspiel als Download oder Online-Spiel an. Es besteht sogar die Möglichkeit via Internet an inoffiziellen Kniffel Weltmeisterschaften teilzunehmen.

(Bildquelle: by_Bernd-Kasper_pixelio.de)

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