Spielregeln für Schach

Schach ist nicht nur eines der komplexesten Spiele der Welt – sondern wahrscheinlich eines der ältesten, die heutzutage noch gespielt werden. Um seine Entstehung rankt sich die so genannte Weizenkornlegende.

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Beschreibung

Bei Schach handelt es sich um ein Brettspiel, das für zwei Spieler ausgelegt ist, welche abwechselnd unterschiedliche Spielfiguren über das [intlink id=“278″ type=“page“]Schachbrett[/intlink] bewegen müssen. Das Ziel beim Schach ist es die gegnerische Königfigur schachmatt zu setzen. Der Name „Schach“ (bzw. „Schah“) stammt aus dem persischen bzw. arabischen Sprachkreis und bedeutet in etwa so viel wie „König“. Nicht zuletzt deswegen wird Schach daher oftmals auch als das „königliche Spiel“ bezeichnet. Anderen Mutmaßungen zufolge wird Schach aber aufgrund seiner enormen Komplexität als die absolute Königsdisziplin aller Brett- und [intlink id=“42″ type=“page“]Gesellschaftsspiele[/intlink] angesehen. Denn gerade der Spielausgang bei Schach ist maßgeblich durch die Fertigkeiten und das Geschick der jeweiligen Spieler bedingt. Glück spielt dabei genauso wenig eine Rolle, wie auch der Zufall.


Die Komplexität von Schach

Um die tatsächliche Komplexität von Schach auch nur ansatzweise erahnen zu können, muss man sich die Anzahl der möglichen Züge beim Schach mithilfe von Zahlen verbildlichen. So verfügt das Spiel Schach rein mathematisch betrachtet über insgesamt 2,28 mal 10^46 mögliche Spielkombinationen bzw. Figurenkonstellationen. Da es sich dabei um eine unvorstellbar große Zahl handelt, bietet es sich durchaus auch an, die besagte Komplexität von Schach in einem kleineren Rahmen näher zu beleuchten. So können beispielsweise bereits aus lediglich zwei Zügen bereits 72.084 verschiedene Figur-Stellungen resultieren. Für die ersten 40 Züge hingegen dürfte es zwischen 10^115 und 10^120 mögliche Spielverläufe beim Schach geben. Es gibt sogar die Vermutung, dass es theoretisch mehr mögliche Schachzüge gibt, als überhaupt Atome im Universum vorhanden sind. Dabei handelt es sich jedoch lediglich um ein Theorem, da die tatsächliche Anzahl der Atome im Universum bestenfalls nur geschätzt werden kann, aber die Aussage über die Menge an Möglichkeiten bleibt bestehen.

Die Entstehung von Schach – die Weizenkornlegende

Als Erfinder von Schach gilt Sissa ibn Dahir (kurz: Sissa) – ein Inder, der laut Überlieferung im vierten oder dritten Jahrhundert vor Christus gelebt haben soll. Zu dieser Zeit soll der Herrscher Shihram das gesamte Land und sämtliche Untergebenen tyrannisiert und ins Elend gestürzt haben. Aus Furcht wagte es jedoch kaum jemand sich gegen die Gräuel und die Tyrannei aufzulehnen. Daher suchte der Gelehrte Sissa nach einer geeigneten Form, um dem Herrscher schonend die Missstände aufzuzeigen, die im damaligen Indien herrschten. Um ihn auf seine Verfehlungen aufmerksam zu machen, schuf Sissa somit ein Brettspiel bei dem der König eine der schwächsten Figuren überhaupt ist – das Schach. Das Anliegen von Sissa war es, mithilfe von Schach die Abhängigkeit des Königs von seinen Untergebenen aufzuzeigen und den Herrscher dadurch friedlich zu stimmen. Der Herrscher Shihram war davon zutiefst beeindruckt und ließ Schach und dessen Lehren landesweit verbreiten. Sissa hingegen gewährte er für die Erfindung des Spieles einen freien Wunsch, um sich für die aus dem Spiel gezogenen Lehren zu bedanken. Sissa -wünschte sich vom Herrscher auf das erste Feld des Schachbretts ein Weizenkorn, auf das zweite Feld zwei Weizenkörner und auf das dritte vier – sodass die Anzahl der Körner bis zum 64. Feld jeweils verdoppelt worden wäre. Der Herrscher zeigte sich anfangs überrascht ob der Bescheidenheit des Gelehrten. Doch die vermeintliche Bescheidenheit sollte aufgrund der exponentiellen Vervielfachung ungeahnte Früchte tragen. Denn es dauerte mehrere Tage bis die tatsächliche Anzahl der Weizenkörner berechnet wurde. Diese betrug nämlich 2^64?1 bzw. 18.446.744.073.709.551.615 (18 Trilliarden) Weizenkörner. Da es sich dabei um mehr Körner handelte als seit Anbeginn der Menschheitsgeschichte überhaupt geerntet wurden, half sich der Herrscher mittels einer List. Er ließ Sissa jedes ausbezahlte Korn zählen, damit er genau die richtige Menge an Körnern enthielt. Es liegt auf der Hand, dass es sich dabei um eine schier unmögliche Aufgabe handelte, welche ein einzelner Mensch niemals bewältigen könnte.

Die Zukunft von Schach

Wegen revolutionärer Computerentwicklung, immer raffinierter werdender Technologien, ist die Zukunft von Schach längst nicht mehr absehbar geworden.

Schach ist inzwischen im dritten Jahrtausend angekommen. Durch den technischen Fortschritt haben sich dem Menschen inzwischen immer neuere Möglichkeiten eröffnet, um Schach nachzugehen. So kann Schach mittlerweile auf Computern, Mobiltelefonen und [intlink id=“534″ type=“page“]Spielkonsolen[/intlink] gespielt werden. Eine ganz besondere Form von Schach ist dabei sicherlich das Onlineschach, bei dem Spieler aus der ganzen Welt in Echtzeit gegeneinander antreten können. Nicht zuletzt aufgrund der Erschließung neuer technischer Medien ist letztlich gewährleistet, dass Schach den Menschen auch weiterhin erhalten bleibt. Darüber hinaus werden inzwischen auch immer leistungsfähigere Computer gebaut, die völlig autonom Schach spielen und dem Menschen rein theoretisch im Schach längst überlegen sind. So gewann beispielsweise die Schachmaschine Deep Blue 1997 gegen den damaligen Weltmeister Kasparow in einem Spiel über sechs Partien.

(Bildquelle: by_meltis_pixelio.de)

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