Etikette und Spielphasen beim Schach

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Die Etikette beim Schach:

Beim Schach galt es früher als Gebot der Höflichkeit den Kontrahenten vor und nach der Partie mit einem Handschlag zu begrüßen bzw. zu verabschieden. Letztlich wurde eine Weigerung als Gipfel der Unhöflichkeit und Unsportlichkeit angesehen. Doch inzwischen ist es laut FIDE auch mit Partieverlust geahndet, wenn ein Spieler sich beim Schach weigert seinen Kontrahenten gebührend zu begrüßen.

Die Eröffnungsphase beim Schach:



Jede Partie beim Schach verfügt über drei Phasen, in denen meist ganz besondere Arten von Zügen charakteristisch sind. Die erste dieser Phasen wird als Eröffnungsphase bezeichnet. Die Eröffnungsphase beim Schach erstreckt sind meist über die ersten 15 Züge und dient den Spielern dazu ihre Spielfiguren zu mobilisieren – d.h. die Grundaufstellung beim Schach zu brechen und die eigenen Spielfiguren strategisch gut zu positionieren. Dabei wird beim Schach für gewöhnlich auf die Beherrschung des Zentrums Wert gelegt. Je nach Spielweise werden die Eröffnungen beim Schach als offene, halboffene oder geschlossene Spielweisen unterteilt. Eröffnungsphasen sind oftmals dadurch geprägt, dass schwache eigene Figuren geopfert werden (z.B. Bauernopfer), um stärkeren Figuren einen besseren Bewegungsspielraum zu ermöglichen. Das Opfern eigener Figuren wird als Gambit bezeichnet.

Die Mittel- und Endphase beim Schach:

Sobald die Eröffnungsphase abgeschlossen ist, beginnt beim Schach die so genannte Mittelphase bzw. das Mittelspiel. Dieses ist dadurch gekennzeichnet, dass beide Spieler versuchen das Spiel zum eigenen Vorteil zu beeinflussen. Dabei helfen ihnen bereits bekannte Strategien ebenso wie die typische Kreativität, die den meisten erfolgreichen Schachspielern eigen ist. In dieser Phase des Spiels werden die meisten gegnerischen Figuren geschlagen. Sobald sich nur noch vergleichsweise wenige Figuren auf dem Schachbrett befinden, spricht man vom Endspiel – der letzten Phase des Spiels. Im Endspiel versuchen beide Spieler jeweils den gegnerischen König schachmatt zu setzen. Da die Deckung des Königs durch andere Figuren meist nicht mehr vollends gewährleistet werden kann, wird der König gerade im Endspiel meist zu einer sehr aktiven Spielfigur. Durch Umwandlungen von Bauern in Damen und andere Schwerfiguren, kann ein Spielende meist schnell herbeigeführt werden. Diese Phasen treten jedoch nur zutage, wenn es sich bei den Kontrahenten um annähernd gleich starke Spieler handelt. Ansonsten kann es durchaus auch vorkommen, dass ein Spieler bereits in der Eröffnungsphase von einem überstarken (z.B. Elo-Unterschied von über 600 Punkten) Gegner schachmatt gesetzt wird.

(Bildquelle: by_andreas stix_pixelio.de)

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