Corrosion

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Bei Corrosion schlägt jedes unternehmerische Herz höher wenn klirrendes Metall und rasselnde Maschinen in einer mit Wasserdampf getränkten Luft in Aktion kommen. Als Unternehmer muss man eine alte Fabrik verwalten und diese aufbauen durch verschiedene Produktionskombinationen. Der größte Feind hierbei ist die Zeit, da durch die Korrosion die Maschinen kaputt gehen. Nicht ohne Grund versucht man deshalb für die leistungsfähigen Chrommaschinen ein paar rostfreie Chromzahnräder herzustellen. Damit das gelingen kann, spielt man seine Ingenieurinnen clever aus. Nur so kann man neue Maschinen oder auch neue Ingenieurinnen erhalten.

Aber aufgepasst, es ist auch wichtig auf seine alten Zahnräder und Maschinen zu achten, da diese sonst kaputt gehen wenn man das Rostrad dreht. Für Solospieler sowie auch für Spielexperten ist hier ein herausfordernder Spielverlauf zu beobachten. Erforderlich sind raffinierte Interaktionen sowie eine clevere Planung. Dadurch dass sich die Startbedingungen immer wechseln, führen auch immer neue Wege zum Sieg. Und nur wer die meisten Punkte erhält, der wird auch zum Sieger oder der Siegerin.

Corrosion Anleitung und Regeln

Spielezubehör

  • Je 4 Werkhallen-Ablagen und Maschinenraum-Ablagen
  • 96 Punktemarker
  • 72 Maschinen-Plättchen
  • 48 Ingenieurinnen-Karten
  • Je 1 Wertungsblock, Auslagestreifen, Schraubenschlüssel-Plättchen und Spielanleitung
  • 72 Zahnräder
  • 8 Taschenuhren-Plättchen
  • 20 Wassermarker aus Holz
  • 16 Auszeichnungs-Plättchen

Spielvorbereitung von Corrosion

  • Spielt man Corrosion mit mehreren Personen, dann legt man den Auslagestreifen in die Tischmitte mit dem Mehrpersonenspiel sichtbar nach oben
  • Die 18 Spezial-Chrommaschinen gut durchmischen und als Nachziehstapel zur Seite legen
  • Ebenso die 12 Basis-Chrommaschinen gut mischen und zur Seite legen
  • Auch die 24 Diplom Ingenieurinnen werden gemischt und unterhalb der linken Seite am Auslagestreifen abgelegt
  • Die 22 Einmalmaschinen mischt man auch und legt sie unterhalb der Diplom-Ingenieurinnen ab
  • Nach dem mischen der 20 Drehmaschinen legt man diese unter den Einmalmaschinen ab
  • Jetzt geht man hin und nimmt von jeder dieser fünf Nachziehstapel die drei obersten Karten und legt sie rechts daneben für alle sichtbar aus. So bilden sich automatisch drei Spalten, die an A, B und Fenstern gerichtet sind
Corrosion Zubehör
Corrosion Zubehör

Spielanzahl

Spielt man zu zweit, legt man sich 22 Marker bereit und den Rest zurück in die Schachtel
Bei einem Dreier Spiel hat man 29 Marker und legt 7 zurück
Zu viert legt man sich alle 36 Marker bereit, nimmt zwei davon und legt sie auf die Chrommaschinen

Der Auszeichnungsvorrat (A)

Spielt man zu zweit, legt man vier Auszeichnungen aus, zu dritt sind es fünf Auszeichnungen und zu viert sechs Auszeichnungen. Die restlichen kommen wieder in die Schachtel zurück. Jetzt nimmt man die acht Auszeichnungen mit dem Kettensymbol und sucht sich die raus, die schon im Auszeichnungsvorrat liegen und legt sie daneben. Die acht Taschenuhren mischt man gut durch und legt sie neben die Auszeichnung.
Jeder Spieler nimmt sich:

  • Einen Maschinenraum den er vor sich ablegt
  • 6 Start-Ingenieurinnen auf die Hand
  • 1 Chromzahnrad
  • 3 grüne Punktmarker
  • 3 Wassermarker
  • Je 1 mittelgroßes und kleines Zahnrad
  • Das Rostrad wird so eingestellt, dass das X zu einem zeigt
  • Für die spätere Wertung wird der Wertungsblock bereit gelegt

Am Ende wird noch der Startspieler bestimmt, der auch den Schraubenschlüssel erhält. Das könnte zum Beispiel der Spieler sein, der als erstes was verostetes entdeckt in der näheren Umgebung.

Ressourcen Vorrat

In diesem Vorrat befinden sich 24 mittelgroße Zahnräder, 24 kleine Zahnräder, 24 Chromzahnräder, die grünen Punktmarker und 20 Wassermarker.

Spielablauf

Der Startspieler mit dem Schraubenschlüssel fängt mit dem ersten Zug an und danach geht es im Uhrzeigersinn weiter. Jeder der an der Reihe ist hat den Schraubenschlüssel. Die Schlussphase des Spiels beginnt wenn der Sonder-Punktvorrat oder der Auszeichnungsvorrat zu Ende geht. Der aktive Spieler legt immer den Schraubenschlüssel vor sich ab, so weiß man auch, dass derjenige an der Reihe ist.

Die vier Phasen

Die Wartungsphasen bestehen aus den Phasen eins und drei wo man Sekundäraktionen ausführt und den X Sektor leeren muss.
Die Hauptaktion ist die zweite Phase und man dreht entweder das Rostrad um 90 Grad oder spielt eine Ingenieurin von seiner Hand aus.

Die Ingenieurin

Der Spieler sucht sich von seiner Hand eine Ingenieurin aus und legt sie offen vor sich hin. Laut sagt man die Erfahrungsstufe und die Kartenfarbe und führt die aufgedruckte Aktion einmal aus. Jetzt darf jeder der möchte die Aktion der ausgespielten Ingenieurin kopieren in dem er eine der gleichen Kartenfarbe auslegt und dieselbe Aktion durchführt. Wenn alle Mitspieler das Kopieren erfolgreich durchgeführt haben, dann kommt neben den Sektor die Ingenieurin. Die Ingenieurinnen werden aufgefächert hingelegt wenn es mehrere sind. Auch die Kopierer müssen ihre Ingenieurskarte ablegen.

Das Rostrad

Dreht man sein Rostrad kann man Ingenieurinnen zurück auf die Hand holen und Maschinen aktivieren. Aber aufgepasst, es kann auch passieren, dass Zahnräder und alte Maschinen durch diese Aktion verrosten. Wird das Rostrad um 90 Grad gedreht, dann schaltet man damit verschiedene Maschinen an.

Die Wartung als dritte Phase

Die Farben Grün, Blau und Orange sind die drei Primär-Kartenfarben. Außerdem gibt es bei den Ingenieurinnen noch die Kartenfarbe Grau sowie einen Joker. Spielt man eine Ingenieurin aus, kann man sich entweder eine Maschine oder eine Ingenieurin holen. Jeder darf so viele Sekundäraktionen ausführen wie man auch bezahlen kann. Es folgt die Überprüfung ob der X Sektor auch leer ist. Ist das nicht der Fall, dann muss der X Sektor erst noch geleert werden.

Das Zug Ende als vierte Phase setzt voraus, dass man Chrommaschinen hat, die man während der Hauptaktion auch einschaltet und aktiviert. Man bezahlt die anfallenden Dampfkosten und führt die angezeigten Aktionen aus wie zum Beispiel eine Ingenieurin auszuspielen oder das Rostrad zu drehen. Danach kommt die Wartungsphase noch einmal. Aber aufgepasst, da diese Aktionen als Zusatzaktionen und nicht als Hauptaktionen zählen. Besitzt man beide instandgesetzten Chrommaschinen und hat man seine Kosten bezahlt, dann dreht man die Einmalmaschine mit der Seite nach oben die Instand gesetzt wurde. Erreicht sie den Sektor X, dann kann sie nacheinander aktiviert werden. Ist der Zug komplett beendet, gibt man den Schraubenschlüssel an den linken Mitspieler weiter.

Die drei Maschinen Arten

Chrommaschine
Besonders aufwendig zur Instandsetzung sind die Chrommaschinen, dafür sind sie aber auch sehr beständig.
Einmalmaschine
Hat man die Einmalmaschinen rechtzeitig instand gesetzt, dann kann man sie auch nur einmal aktivieren.
Drehmaschine
Dreht man das eigene Rostrad im Zentrum der Werkhalle dann werden die Drehmaschinen aktiviert. Die Zeit nagt aber auch an dieser Maschine, da sie keine Chrommaschine ist.

Die Ressourcen

Der Dampf und die Zahnräder sind die Hauptressourcen in dem Spiel. Sie benötigt man um Einmal- und Chrommaschinen instand zu setzen. Durch das Aktivieren von Maschinen und dem Ausspielen von Ingenieurinnen produziert man den Dampf und die Zahnräder. Produziert man kleine und mittelgroße Zahnräder werden sie aus dem allgemeinen Vorrat genommen und auf den Sektor drei gelegt. Es dürfen beliebig viele Zahnräder in jedem Sektor liegen.

Den Dampf simuliert man, wenn man die Wassermarker im Boiler zwischen den heißen und kalten Hälften rauf und runter schiebt. Hat man Chromzahnräder produziert, werden diese aus dem allgemeinen Vorrat genommen und zum Lager im Maschinenraum gelegt. Hat man Chromzahnräder verbraucht, legt man sie wieder in den allgemeinen Vorrat zurück. Im Lager darf jeder so viele Chromzahnräder liegen haben wie man möchte.

Spielende von Corrosion

Es muss am Zug Ende mindestens einer der nachfolgenden Bedingungen erfüllt sein um die Schlussphase des Spiels einzuleiten.

  • Im Sonder-Punktevorrat liegen drei oder weniger Marker
  • Es liegen drei oder weniger Auszeichnungen im Auszeichnungsvorrat

Die Wertung

Auf dem Wertungsblock notiert jeder seine Punkte und ist man in der Schlussphase angelangt, spielt man das Spiel im Uhrzeigersinn weiter. Doch jedes Mal wenn man am Zug ist, muss man entscheiden ob man den Zug ganz normal ausführen möchte oder aber endgültig aufgibt und passt. Führt man seinen Zug normal aus, dann verbraucht man aus seinem Lager grüne Punkte. Ein Punkt kostet der erste, zwei Punkte kostet der zweite und drei Punkte der dritte Punkte beim Zug in der Schlussphase.

Hat man schon drei Züge gemacht, dann passt man in seinem nächsten Zug. Ein letztes Mal darf man eine Wartung ausführen aber daraus keine Hauptaktion machen. Haben alle Mitspieler der Reihe nach gepasst, dann gibt es eine Schlusswertung am Ende des Spiels. Jeder darf noch übrig gebliebene Chromzahnräder umtauschen. Für zwei Chromzahnräder die man zurück in den allgemeinen Vorrat legt, erhält man einen grünen Punkt für sein Lager.

Jeder wertet jetzt die nachfolgenden Kategorien und schreibt sie auf seinen Wertungsblock auf:

  • Die im Lager liegenden Punktmarker werden zusammen gezählt
  • Vom Maschinenraum werden die Punkte der Chrommaschinen addiert
  • Die Punkte der Auszeichnungen zählt man auch zusammen
  • Ebenfalls die Punkte der drei Kategorien werden auch zusammen addiert
  • Gewonnen hat der Mitspieler mit den meisten Punkten. Sollte Gleichstand herrschen dann gewinnt der Spieler, der mehr Sonder-Punktmarker im Lager hat
Corrosion Bild
Corrosion Bild

Solospiel

Spielvorbereitung

Hier nimmt man die Spielregeln zur Hand und baut das Spiel so auf, wie es auf den Seiten drei und vier beschrieben ist. Einige der Schritte sind anders:

  • Mit der Solospiel-Seite nach oben legt man die Auslagestreifen ab
  • In den Sonder-Punktvorrat legt man alle 36 Sonder-Punktmarker
  • Der Auszeichnungsvorrat wird aus drei zufälligen Auszeichnungen und den dazugehörigen Duplikaten gebildet

Spielablauf

Abwechselnd ist man an der Reihe und immer wenn du dran bist, dann führe deinen Zug normal aus. Der Unterschied zur allgemeinen Spielregel ist, dass die Ingenieurinnen Aktionen nicht kopiert werden. Folgende Schritte müssen der Reihe nach ausgeführt werden. Die zwei obersten Karten vom Zugstapel werden aufgedeckt und offen auf den Ablagestapel gelegt. Dann die nächste Karte des Zugstapels aufdecken und ebenfalls offen auf den Ablagestapel legen. Die zweite Karte ist dann die Aktionskarte.

Je nachdem welches Aktionssymbol auf den Aktionskarten abgebildet sind, werden die Abwurfaktionen ausgeführt. Jetzt entfernt man einfach das zuständige Element aus der Auslage. Beim Kopieren der Ingenieurinnen-Aktionen darf man am Ende entscheiden ob die eigentliche Aktion jetzt kopiert werden möchte. Auf den Regelseiten Nummer sechs und sieben kann man diese nachlesen.

Müssen aus dem Auszeichnungsvorrat Auszeichnungen entfernt werden, dann legt man einen Wassermarker in den allgemeinen Vorrat zurück. Wenn man dabei den letzten Wassermarker von der Maschine entfernt hat, dann legt man die Einmalmaschine auf den Einmalmaschinen-Ablagestapel und entfernt eine Auszeichnung aus dem Auszeichnungsvorrat. Die am weitesten links liegende offene Auszeichnung die dem Buchstaben der obersten Kartenrückseite entspricht, wird entfernt. Man legt sie einfach in den Ablagestapel zurück, ebenfalls die Taschenuhr falls vorhanden. Ist diese Reihe bereits leer, dann schaut man sich den Pfeil auf der obersten Kartenrückseite des Zugstapels an.

Spielende

Ist der Zugstapel zum Vierten Mal aufgebraucht, dann beginnt die Schlussphase. Dafür mischt man den Stapel ein letztes Mal und wie üblich beendet man dann seinen Zug. Wie es auch auf Seite 11 beschrieben ist, fährt man mit seinem Zug fort. Entweder verbraucht man seine Punkte oder passt endgültig. Führt man seinen Zug normal aus, dann wird der andere Zug auch normal ausgeführt. Wenn man endgültig passt, dann ist das Spiel zu Ende. Wie üblich führt man dann seine Schlusswertung aus und schreibt seine Punkte auf den Wertungsblock.

Punktewertung

  • Es ist noch sehr viel Luft nach oben wenn man nur bis zu 30 Punkte hat
  • Hat man mehr als 30 Punkte, dann ist man noch etwas eingerostet und sollte es noch einmal versuchen
  • Ab 50 Punkten ist man gut und das war schon eine ordentliche Leistung
  • Ein tolles Ergebnis hat man ab 70 Punkten erreicht
  • Unglaublich was keiner so schnell nachmacht ist die Punktzahl ab 90
  • Nur absolute Legenden erreichen eine Punktezahl von 100

Fazit

Natürlich braucht man für Corrosion nicht nur einen Anlauf um den Mechanismus des Spieles zu verstehen. Der große Frust kann auftreten, wenn man es nicht schafft, die von Rost befallenen Maschinen rechtzeitig abzubauen und mit den ständigen Veränderungen der Auslagen klar zu kommen. Für rechnerisch begabte, die viel Spaß am Koordinieren haben ist das Spiel perfekt. Eine Fabrik wird hier spielerisch und bildlich dargestellt. Ebenso die Anstrengungen und die Organisation einer Fabrik werden hier gut dargestellt. Die Chromzahnräder aus Pappe kann man im Online-Shop bei Pegasus als Metallzahnräder erwerben. Dadurch wird das Spiel aufgewertet und das Maschinen-Gefühl kommt eher.

Die Kategorie Expertenspiel ist nicht ganz einfach und nicht jedermanns Sache. Doch das interessante daran sind die immer wieder Neuen Möglichkeiten und Kombinationen die es zu entdecken gibt. Nur langsam baut sich die Zahnradproduktion auf und die Einmalmaschinen werden nur langsam instandgesetzt oder wenn möglich sogar ohne Effekte zerstört. Hat man den Durchblick bei diesem Spiel erlangt, dann erkennt man, dass es darum geht ein Gleichgewicht zwischen den nützlichen Karten, ausgewogenen Zahnradproduktionen und verschiedenen Maschinentypen zu finden. So wird auch das Rostrad zum Verbündeten.

Erklärvideo

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