Binokel Anleitung und Regeln

Binokel – ein altschwäbisches Kartenspiel wird traditionell mit dem württembergischen Blatt gespielt und hat auch im württembergischen Raum seinen Ursprung. Bei diesem Spiel ist ein gutes Gedächtnis gefragt. Zu kaufen sind die Binokel-Karten überball.

Binokel Anleitung verloren?

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Inhalte der Spielepackung

Spielregeln von Binokel

Grundlegendes

Gibt es 4 Mitspieler, dann bildet man zwei Parteien aus je 2 Spielern. Diese sitzen auch gegenüber und spielen gegeneinander. Spielen 3 Spieler gegeneinander dann muss der Geber aussetzen.

Binokel besteht aus 48 Karten in folgenden Farben:

  • Herz, Schell (Karo)
  • Eichel (Kreuz)
  • Blatt (Pik)

Jede Karte ist hierbei in doppelter Zahl vorhanden, deshalb hat das Kartenspiel auch den Namen Binokel – ein altschwäbisches Kartenspiel bekommen.

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Wertigkeit der Karten

  • 2x Ass – 11 Augen
  • zwei Zehner – 10 Augen
  • 2 Könige – 4 Augen
  • 2x Ober (Damen, 3 Augen)
  • zwei Unter (Buben, 2 Augen)
  • 2 Dissle (Siebener)

Hierbei werden die Siebener einfach aussortiert, da sie keine Funktion im Spiel haben.

Spielbeginn

Die Karten werden vom Geber durch gemischt und linke Nachbar hebt einmal ab. Dann verteilt der Geber die Karten im Uhrzeigersinn an jeden Mitspieler. Jeder Spieler erhält am Ende insgesamt 12 Karten. Den sogenannten Dapp muss der Geber beachten. Das heißt immer wenn die Spieler 4 Karten erhalten, dann werden die nachfolgenden zwei Karten zur Seite gelegt. Diese bilden also den Dapp. Am Ende befinden sich vier Karten im Dapp, die man dann verdeckt in die Tischmitte legt. Jetzt sortieren die Spieler ihre Karten am besten nach Farben und in absteigender Kartenrangfolge.

Das Reizen

Mit den eigenen Karten auf der Hand erkennt jeder Spieler seine Meldbilder mit der entsprechenden Augenzahl.

Meldbilder

  • Binokel – 40 Punkte – Schell Unter + Blatt Ober
  • Großer Binokel – 300 Punkte – 2 x Schell Unter + 2 x Blatt Ober
  • 40 Punkte – 4 unterschiedliche Unter
  • 60 Punkte – 4 unterschiedliche Ober
  • 80 Punkte – 4 unterschiedliche Könige
  • 100 Punkte – 4 unterschiedliche Asse
  • 1000 Punkte – 8 Unter, 8 Ober, 8 Könige oder 8 Asse
  • 100 Punkte – Familie: As, Zehn, König, Ober, Unter von jeweils einer Farbe, 150 Punkte – Trumpf der Farbe
  • 20 Punkte – bei einem Paar: König + Ober von einer Farbe, Trumpf der Farbe – 40 Punkte
  • 240 Punkte – Rundlauf: von jeder Farbe je ein Paar König + Ober

Der Spieler addiert anhand der Bilder auf seiner Hand die Augen seiner Bilder und spekuliert auf die im Dapp möglicherweise hinzukommenden Punkte.
Der Spieler beachtet die später mittels Stiche erhaltenen Punkte bevor er das Reizen beginnt. Um den Dapp wird in der 1. Spielphase gesteigert. Den Dapp aufzunehmen und die Trumpffarbe damit anzusagen ist das Ziel des Reizens.

Es beginnt der Spieler rechts neben dem Geber. Seinem rechten Nachbarn sagt er eine Zahl an. Dieser wiederum antwortet mit einem Reiz. Dieser Reiz sollte 10 Punkte höher liegen als die erste Ansage. Das geht immer so weiter bis einer der beiden Spieler Weg sagt. So zeit er an, dass er nicht mehr mithalten kann mit der Punktezahl.

Jetzt kann der Geber selbst reizen, aber er muss es nicht zwingend tun. Spielt man Kreuzbinokel dann reizt man immer mit dem Spieler, der einem gegenüber sitzt.
Der höchste Steigerer bleibt zum Schluss übrig und muss das nächste Spiel machen. Nun wird der Dapp aufgedeckt und der Spieler nimmt den Dapp auf.

Das Dapp ergänzt mit viel Glück sein Kartendeck wie er es sich gewünscht hat. So kann er die Punkte der vorhandenen Meldebilder erhöhen. Sollte ihm das nicht möglich sein, dann kann er die Augenzahl beim Reizen nicht erlangen und hat das Spiel verloren.
Der Spieler der den Dapp aufnimmt muss seine Meldebilder offen legen und die Trumpffarbe ansagen. Jetzt addiert er die Augen seiner Meldebilder und schreibt sie mit der gereizten Punktezahl auf.

Drücken

So viele Karten wie der Spielmacher aus dem Dapp genommen hat muss er auch wieder ablegen. So stimmt die Anzahl der Karten auf seiner Hand mit den Karten seiner Mitspieler überein. Hat er vergessen zu Drücken dann verliert er automatisch und die gereizte Augenzahl wird als Minuspunkte abgerechnet.

Der Spielemacher darf wenn ihm eine bestimmte Karte fehlt die Karte rufen. Der Besitzer muss dem Spielemacher die geforderte Karte geben. Dafür bekommt er als Ausgleich eine Karte vom Spielemacher. Nachdem der Spielemacher seine eigenen Karten gemeldet und die Trumpfkarte gesagt hat, dann könne auch die Mitspieler ihre jeweiligen Bilder notieren lassen.

Abschreiben

Hat der Spielmacher erkannt, dass er den gereizten Wert nicht erreicht, dann kann er das Spiel abschreiben und nennt dafür eine Trumpffarbe. Die genannte Trumpffarbe soll verhindern, dass die Mitspieler ein Paar oder Familie anmelden. Die Mitspieler melden die Bilder auf ihrer Hand und bekommen deren Wert plus 30 Augen Bonus gut geschrieben. Den zuvor gereizten Wert zieht man dem Spielmacher ab.

Spielverlauf bei Binokel

Das Spiel beginnt der rechte Spieler des Gebers. Dieser Spieler gibt eine Karte heraus von der er denkt, dass sie einen Stich macht. Gespielt wird dann gegen den Uhrzeigersinn. Die Spieler müssen eine Karte mit höherem Wert ablegen, dem sogenannten Stichzwang. Außerdem besteht auch Farbzwang.

Der Spieler muss trumpfen wenn er die Farbe nicht auf der Hand hat. Oder aber eine neue Farbe ausspielen. Ausgespielt werden zuerst die Karten mit gleicher Wertigkeit. Die nächste Karte legt der Spieler ab, der einen Stich gemacht hat. Sind alle Karten ausgespielt, dann bekommt derjenige 10 Zusatzpunkte, der den letzten Stich gemacht hat.

Zählen bei Binokel – ein altschwäbisches Kartenspiel

Die Punkte aus den Stichen werden zu den bereits gemeldeten Augen addiert. Wird die gereizte Zahl des Spielmachers erreicht oder überboten, dann gewinnt er und die Augenzahl schreibt man dem Spielkonto gut.

Auch für die Mitspieler zählt das gleiche. Der Spielmacher hat verloren wenn das Gesamtergebnis nicht die gereizten Punkte erreicht. Er bekommt dann die doppelte Augenzahl von seinem Konto abgezogen. Bei den anderen Spielern rundet man ab 5 Augen auf und bis 4 Augen ab.

Durch bei Binokel

Es ist etwas Besonderes ein Durch zu spielen. Dabei macht er alle Stiche selbst und gewinnt das Spiel. Der Durch Spieler hat aber verloren, wenn nur ein Mitspieler auch einen Stich macht. Es darf beim Durch nicht gemeldet werden und es gibt auch keinen Trumpf. Der Spieler der das Spiel mit Durch eröffnet hat, legt auch die erste Karte ab.

Spielende bei Binokel

Hat ein Spieler 1000 Punkte erreicht, dann hat er die Runde gewonnen. Um das gesamte Spiel zu gewinnen, muss man erst die meisten Runden gewinnen. Binokel – ein altschwäbisches Kartenspiel ist in jeder Runde beliebt.

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