Die Bauern beim Schach:

Obwohl es sich bei den Bauern um die schwächsten Spielfiguren beim [intlink id=“75″ type=“page“]Schach[/intlink] handelt, so können sie bei überlegter Spielweise dennoch entscheidend für den Ausgang des Spiels sein.

Die Bauern zu Spielbeginn:

Zu Beginn verfügen beide Spieler über acht Bauern, die in einer Reihe vor allen anderen Spielfiguren platziert werden. Doch trotz ihrer relativ großen Zahl gelten die Bauern als die mit Abstand schwächsten Figuren beim Schach. Das liegt hauptsächlich daran, dass Bauern über einen nur sehr stark eingegrenzten Bewegungsspielraum verfügen.


Die Zugmöglichkeiten des Bauern beim Schach:

* Der Bauer kann sich immer nur ein Feld nach vorne bewegen. Wenn er sich jedoch in seiner Ausgangsposition befindet, dann kann er gleichzeitig über zwei Felder ziehen, falls keines der beiden Felder durch eine andere Spielfigur blockiert ist.
* Beim Schlagen einer anderen Spielfigur bewegt sich der Bauer Diagonal. Auch beim Schlagen darf er sich jedoch nur ein einziges Feld weiter bewegen. Trotzdem handelt es sich beim Bauern um die einzige Spielfigur beim Schach, die abweichend von der Richtung in der sie sich bewegt, schlägt. Rückwärts bewegen kann sich der Bauer beim Schach hingegen nie. Auch dahingehend stellt er beim Schach ein absolutes Unikum dar.
* Der Bauer kann en passant schlagen (was nachfolgend genauer erklärt wird).

Die Umwandlung des Bauern in eine andere Spielfigur:

Trotz dieser relativ geringen Bewegungsfreiheit verfügt der Bauer dennoch über einen spielerischen Charakterzug, der ihn für den Gegenspieler sehr gefährlich machen kann. Denn wenn es einem Bauern beim Schach gelingt das gesamte [intlink id=“278″ type=“page“]Schachbrett[/intlink] zu überqueren und die gegnerische Grundlinie zu berühren, dann verwandelt er sich nach Belieben des jeweiligen Spielers in eine andere Figur. Diese Verwandlung erfolgt beim Schach dadurch, dass der Bauer aus dem Spiel genommen und anschließend durch eine andere Figur ersetzt wird – wobei es sich dabei meist um eine Dame handelt. Der Austausch der Figur gehört automatisch zum vollführten Zug und kann gleich im Anschluss an diesen getätigt werden. Somit kann es vorkommen, dass sich ein Spieler plötzlich mit zwei gegnerischen Damen konfrontiert sieht. Theoretisch kann jeder der acht Bauern beim Schach gewandelt werden, sobald er die gegnerische Grundlinie berührt.

Das Schlagen des Bauern durch en passant:

En passant (aus dem Französischen – zu Deutsch: „im Vorüber- bzw. Vorbeigehen, auch „nebenher“) bezeichnet eine typische Eigenart beim Schlagen durch den Bauern. Das Schlagen durch En Passant kann dann zustande kommen, wenn ein gegnerischer Bauer aus seiner Grundstellung heraus über zwei Felder bewegt wird und neben einem gegnerischen Bauern zu stehen kommt. Wenn der gegnerische Bauer wiederum bewegt wird, kann er den Bauern neben sich schlagen, indem er diagonal zieht. Das bildet natürlich eine Ausnahme zu dem ansonsten sehr starren Bewegungsmuster des Bauern beim Schach. Es wird nämlich eine Figur geschlagen, die sich auf einem direkt angrenzenden Feld befindet. Trotzdem muss das Schlagen diagonal erfolgen und zudem auch gleich nach dem Zug jenes Bauern, der en passant geschlagen wird. Da diese Konstellation in einem gewöhnlichen Spiel sehr selten ist, kann es gelegentlich auch bei Turnieren dazu kommen, dass professionelle Spieler die Gültigkeit des Schlagens durch en passant in Frage stellen, da ihnen dieses schlichtweg unbekannt ist.

(Bildquelle: by_andreas stix_pixelio.de)

Bitte Artikel bewerten! 🙂

0/50 Bewertungen

Kommentar hinterlassen:

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here