Tricks beim Roulette

Schon seit jeher versuchen Spieler auf der ganzen Welt mithilfe der Mathematik oder anderen Tricks beim Roulette dauerhaft zu gewinnen und den Zufall zu überlisten.

Mathematische Systeme sind beim Roulette statistisch betrachtet weitestgehend sinnlos, da es letztlich der Zufall ist, der das Spiel bestimmt. Eines der berühmtesten mathematischen Systeme, mit dessen Hilfe man angeblich beim Roulette gewinnen kann, ist die Spielvariante, bei der man seine Einsätze beim Verlust jeweils verdoppelt. Dabei handelt es sich um ein System, das nur bei einfachen Wetten zum Einsatz kommt. So setzt der Spieler beispielsweise 10 Euro auf Rot und verliert. Um seinen Verlust auszugleichen und darüber hinaus auch noch Gewinn einzufahren, setzt er anschließend 20 Euro auf Schwarz. Wenn er gewinnt bekommt er zuzüglich zu seinem Einsatz nochmals 20 Euro ausbezahlt. Somit hat er auch den Verlust aus der Vorrunde ausgeglichen und zudem noch einen Reingewinn von 10 Euro eingefahren.


Doch dieses System ist mit großen Gefahren verbunden, da nicht abgesehen werden kann, wie viele Einsatzverdoppelungen vonnöten sind, um die Verluste auszugleichen. So führen beispielsweise bereits zehn Verdoppelungsrunden bei einem Einsatz von 10 Euro bereits zu einem Mindesteinsatz von 10.240 Euro. Obwohl mit diesem System durchaus Verlust vermieden werden kann, so kann der Zufall dennoch zum absoluten finanziellen Bankrott führen. Das wohl berühmteste Opfer des Irrglaubens beim Roulette sicher gewinnen zu können, ist wohl der russische Schriftsteller Fjodor Dostojewski, der Mitte des 19. Jahrhunderts innerhalb nur eines Abends fast sein gesamtes Vermögen in einer Spielbank verspielte. Um wieder aus seiner prekären finanziellen Lage zu kommen, schrieb er seinen Roman „Der Spieler“, bei dem es ebenfalls hauptsächlich um Roulette geht.

Der Kesselfehler beim Roulette:

Die Theorie vom Kesselfehler besagt, dass keine Roulettemaschine (Kessel) völlig perfekt ist und daher manche Zahlenfelder öfter gezogen werden als andere. Diese Zahlenfelder werden dabei als so genannte Favoriten bezeichnet. Doch aufgrund der inzwischen sehr hohen Qualität bei der Fertigung des Roulettetisches, können derart gravierende Fehler allerdings beinahe völlig ausgeschlossen werden. Kleine Abweichungen herauszufinden bedarf einer eingängigen Studie eines Kessels über einen langen Zeitraum hinweg. Doch da Kessel immer wieder gewartet werden, ist die gewinnbringende Suche nach Kesselfehlern beim Roulette weitestgehend ausgeschlossen. Darüber hinaus handelt es sich beim Kessel nicht um einen untrennbaren Teil des Roulettetisches. Vielmehr verfahren heutzutage daher die meisten Spielbanken so, dass sie jeden Tag aufs Neue die Kessel unter den Tischen austauschen. Gerade dadurch wird das Finden eines Kesselfehlers beim Roulette wesentlich erschwert.

Das Kesselgucken beim Roulette:

Beim so genannten Kesselgucken gehen die Spieler davon aus, dass sich die Bahn der Kugeln genau berechnen lässt. Da die Kugel beim Roulette physikalischen Gesetzmäßigkeiten folgt müsste es daher auch möglich sein das Zahlenfeld zu bestimmen, auf dem sie letztlich liegen bleibt. Obwohl sich diese Argumentation natürlich recht schlüssig anhört, wird diese Spielvariante dadurch erschwert, dass es den Spielbanken jederzeit freisteht, die Spieler erst setzen zu lassen und erst anschließen das Rad zu drehen. Darüber hinaus verlaufen entlang der Drehscheibe beim Roulett rautenförmige Hindernisse, durch welche die Bahn der Kugel stark verfälscht werden kann. Gerade aus diesem Grund ist das Kesselgucken beim Roulette nicht unbedingt gewinnbringend.

Das Beobachten des Croupiers:

Ein Spieler könnte sich aber auch dadurch einen Vorteil verschaffen, indem er einen einzelnen Croupier beobachtet und seine Wurftechnik verinnerlicht. Dadurch wäre es ihm möglich Rückschlüsse auf die Bahn der Kugel zu ziehen. Doch Spielbanken wirken einer solchen Beobachtung entgegen, indem sie die Croupiers im Laufe eines Abends des Öfteren auswechseln.

Allgemein kann gesagt werden, dass sowohl mathematische als auch physikalische Systeme stark überschätzt werden. Der beste Beweis dafür ist einzig und allein der Umstand, dass es weltweit keinen einzigen professionellen Roulettespieler gibt.

(Bildquelle: by_Rainer Sturm_pixelio.de)

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