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Das altbekannte Scrabble wurde schon einmal dahingehend geändert, dass auch Eigennamen zugelassen wurden. Nun kommt es für alteingesessene Spieler noch härter: Auch Wörter aus dem Straßenjargon und der Drogenszene stehen von nun an im offiziellen Scrabble Lexikon.

Jeder Scrabble Spieler kennt das Gefühl des Wartens auf einen lang ersehnten Buchstaben, wie zum Beispiel das U, welches quasi zum Q gehört. Auch eine Reihe voll Konsonanten kommt nicht immer ganz gelegen. Es gibt ja Spieler, die sich so auf das Spiel fixieren, das sie schwierige oder seltene Konstellationen regelrecht auswendig lernen, nur um in solchen Situationen nicht völlig hilflos zu sein. Andere benutzen da öfter ihre Fantasie, wobei man hier ebenfalls sehr geschickt vorgehen muss, denn oft gilt es dann, die anderen Spieler von dem soeben gebildeteten Wort zu überzeugen. Vorteile haben beide Generationen. Die älteren durch klassische Bildung, die jüngeren durch den täglichen Umgang mit der „neuen“ Sprache. Das Lexikon ist nicht mehr wegzudenken beim Wettstreit um die höchste Punktzahl.

Nun gibt es allerding noch mehr Neuerungen. Das neue Scrabble Lexikon umfasst nicht mehr nur einfache Wörter und seit einiger Zeit auch Eigennamen, von nun an kommen auch Wörter aus dem allgemeinen Sprachgebrauch hinzu. Knapp 3000 neue Begriffe haben es in das Lexikon geschafft. Neue Wörter sind zum Beispiel „innit“, die Abkürzung von „isn’t it“. Auch Wörter aus dem Internet sind nun zugelassene. Ebenfalls neu sind multikulturelle Begriffe.

Allgemein betrachtet sind diese Neuerungen eher was für die Generation derjenigen, die sowieso lieber am Computer oder vorm Fernseher hängen. Die sind mit solchen Begriffen ja vertraut. Ob die Bildung dabei nicht auf der Strecke bleibt, ist fraglich. Das neue Lexikon entstand dabei aus der Überlegung, den Wandel durch Anpassung herbeizuführen. Dabei ist aber fraglich, ob das wirklich sinnvoll ist, oder ab dann bald auch diverse Aufsätze im SMS-Format geschrieben werden. Denn die ersten Schulen beginnen bereits damit, altbekannte Bücher aus den Regalen zu verbannen und stattdessen einen Hightechpalast zu schaffen.

(Bildquelle: by_BirgitH_pixelio.de)

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