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Absoluter Wert

Hier handelt es sich im Prinzip nicht um eine Kartenkombination, aber es handelt sich sehr wohl um einen Kartenwert. Karte Hoch, zum Beispiel As Hoch, bedeutet, dass keine der möglichen Kombinationen getroffen wurde, aber es besteht immer noch die Chance, dass es den Gegenspielern ebenso ergangen ist, und eine der eigenen hole cards höher ist, als alle der Gegenspieler und die Gemeinschaftskarten (siehe Pokerglossar: Overcard). Dann muss durch die höchste Einzelkarte das Blatt entschieden werden.

Der Kartenwert Karte Hoch ist auch sehr entscheidend, wenn zwei Flushs verglichen werden oder wenn identische [intlink id=“385″ type=“page“]Drillinge oder [intlink id=“379″ type=“page“]Paare vorliegen.

Den größten Wert hat das Ass und dann nehmen in der folgenden, logischen Reihenfolge die Werte ab: König, Dame, Bube, 10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2.

Sprich König Hoch schlägt 10 Hoch, aber gerade bei diesem Kartenwert müssen die community cards genau beobachtet werden, aber dazu mehr beim relativen Wert.

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Vor allem beim Online-Poker wird dieser Kartenwert vom Programm automatisch gelistet, denn Karte Hoch ist auch der absolute Mindestwert.

Relativer Wert

Obwohl dieser Kartenwert der unspektakulärste überhaupt ist, hat er in der Praxis eine sehr große Bedeutung.

Zunächst einmal kann Karte Hoch in einem Heads-up (nur zwei Spieler), schon einen Sieg bedeuten. Vor allem wenn es ein Ass ist. In dieser Lage ist nämlich die Chance vorhanden, dass keiner der beiden eine höhere Kartenkombination trifft. Als groben Richtwert kann man nämlich sagen, dass einem die community cards nur in einem Drittel aller Fälle zu einer Kombination verhelfen.

Man darf aber ein reines Heads-up (siehe Pokerglossar: Heads-up) hier nicht damit verwechseln, dass alle Gegner die Hand verlassen haben, bis auf zwei. In diesem Fall hat der Verbliebene in vielen Fällen nämlich schon eher höhere Chancen eine Kombination zu treffen, da er eine Auswahl aus schon vielen hole cards darstellt. Man könnte sagen man spielt in dieser Situation gegen die beste von vielen hole cards und nicht gegen eine zufällige Hand. Diese vielleicht besten hole cards könnten „suited“ (in einer Farbe), „connected“ (zwei aufeinander folgende Werte), oder überhaupt pocket pairs (schon die hole cards ergeben ein Paar) sein. Dies ist auch im Heads-up möglich aber weniger wahrscheinlich.

Karte Hoch entscheidet gleichwertige Paare:

Die noch größere Bedeutung hat aber die Karte Hoch, wenn zwei identische Kombinationen verglichen werden. Dies geschieht in der Praxis sehr oft und vor allem wenn der Pot zu einer beachtlichen Größe angewachsen ist.

Ein typischer Fall ist es, wenn Ass – König gegen Ass – Dame spielt. Beide gehen davon aus ein sehr gutes Blatt zu haben. Dann taucht in den community cards noch zusätzlich ein Ass auf und beide treffen das Paar. Die Einsätze gehen nach oben und erst beim Aufdecken kommt die Ernüchterung: einer hat ein Paar Asse und König Hoch und der andere hat ein Paar Asse und Dame Hoch. Der gesamte Gewinn geht an den König.

Aus diesem Grund bekannte die Pokerlegende Doyle Brunson schon bei vielen Gelegenheiten, dass er Ass – Dame nicht spiele und es für eine relativ schlechte Starthand halte.

In dieser Beziehung wird die Karte, die dann zu Karte Hoch wird, auch oft als Kicker bezeichnet.

Eine weitere Bedeutung hat die Karte Hoch bei anderen grundsätzlich identischen Kartenkombinationen, die mehrere Spieler gleichzeitig haben können, wie bei einem Flush, aber da die Karte Hoch dabei ein Teil des Flush, also ein Teil der Kartenkombination ist, im Gegensatz zum oben beschriebenen Beispiel mit König Hoch, gehen wir auf dieses Thema genauer unter dem Kartenwert Flush ein.

Die Karte Hoch mit den community cards vergleichen:

Eine letzte wichtige Aussage zum relativen Wert von Karte Hoch betrifft den Vergleich mit den community cards. Dabei ist schon manchem Anfänger ein Fehler passiert. Man muss immer bedenken, dass immer die besten 5 Karten als die eigenen 5 Karten gewählt werden. Sprich sind alle 5 community cards höher als der eigene Kicker oder die Karte Hoch, kann man damit nicht gewinnen, da dem Gegner auch mindestens die höheren Karten in der Tischmitte zur Verfügung stehen. Die Karte Hoch muss eine Overcard sein.

Sehr gut kann man sich das vor Augen führen, wenn man sich vorstellt, dass zwei Paare, z.B.: 9 – 9 und Q – Q zusammen mit einem Ass als community cards liegen und keiner von den zwei aktiven Spielern etwas getroffen hat, da sie zum Beispiel 10 – K und 8 – 7 haben. Jetzt wäre zwar der König als Karte Hoch weit über der 8, aber da beide auf jeden Fall schon die 2 Paare auf dem Tisch nehmen müssen, um eine Chance zu haben und die fünfte Karte ein Ass ist, handelt es sich um einen eindeutigen Split-Pot (Einsätze werden geteilt). Hier sieht man klar, dass nicht einmal der Spieler, der den König hält, diesen gegen das höhere Ass tauschen würde, da er sonst verloren hätte. Also müssen beide das Ass nehmen und in diesem Sinne hat es sich eingebürgert, dass es nicht einmal erlaubt ist die Wahl zu haben. Die Kartenwerte sind identisch, da die community cards als 5 Karten die höchste Kombination darstellen.

Also immer auf die community cards achten bevor man die eigenen Karten bewertet!

(Bildquelle: by_Ruth Rudolph_pixelio.de)

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